Gespräch mit Marie Werner und Konrad Liebscher, Studierende an der Ev. Hochschule für Kirchenmusik Halle/ Saale
Shownotes
Marie Werner studiert im Bachelorstudiengang "Kirchenmusik", Konrad Liebscher im Master "Kirchliche Popularmusik". Was ist das Besondere an einem Studium an der EHK? Muss man gläubig sein, wenn man evangelische Kirchenmusik studiert? Was ist ein phoniatrischer Test? Und welche Instrumente muss oder sollte man beherrschen, wenn man hier studiert? Über all diese Fragen sprechen wir mit den beiden in unserer aktuellen Podcast-Folge.
Viele Infos zur EHK gibt es hier: https://ehk-halle.de/
Transkript anzeigen
00:00:02: Gerührt und geschüttelt.
00:00:06: Ein Podcast der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
00:00:13: Ja, herzlich willkommen zu unserer heutigen Podcast-Ausgabe!
00:00:16: Mein Name ist Sower Graal und wir sind hier heute zu Gast in der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik in Halle gelegen im schönen Händelhauskarre mitten in der Innenstadt von Halle.
00:00:30: Das Ganze hat einen besonderen Grund, denn die Evangelische Hochschule für Kirchenmusik kurz EHK feiert in diesem Jahr ihren einhundertsten Geburtstag.
00:00:39: Sie wurde im Jahr nineteen Hundertsechstundzwanzig in Aschersleben als Kirchen-Musik-Schule gegründet und zog dann einige Jahre später nach Halle an der Saale um.
00:00:49: Heute ist die EHK die älteste und größte Hochschulle für Kirchnmusik in freier Trägerschaft in Deutschland Und Trägerin ist die evangelische Kirche in Mitteldeutschland.
00:01:00: Meine beiden Gäste heute sind deutlich jünger als die Hochschule, das ist einmal Marie Werner.
00:01:06: Sie studiert hier im Bachelorstudiengang Kirchenmusik und Konrad Liebscher, der studiert im Masterstudiengang kirchliche Popularmusik.
00:01:16: Ich freue mich, dass ihr beide da seid!
00:01:19: Wie es sich gehört für eine Kirchen- Musikhochschule hören wir jetzt mal ein paar Klänge am Flügel.
00:02:08: Sehr schön, vielen Dank.
00:02:09: Das war Konrad Liebscher am Flügel.
00:02:11: mit Amazing Grace heißt das Stück, das kennen sich ja auch viele.
00:02:15: es ist ein bekanntes Stück.
00:02:18: Konrad ist das ein Stück was du gerade im Unterricht hier an der Musikhochschule lernst?
00:02:25: Spielst übst?
00:02:26: Ja also hatte ich heute gerade erst im Klavierunterricht.
00:02:31: Also Jazz Rock Pop Klavier habe ich in einem Studiengang und da haben wir das heute auf dem Pult
00:02:37: gehabt.
00:02:37: Das heißt, das ist so eins der typischen Dinge die man da so macht im Masterstudiengang von Popularmusik.
00:02:44: Genau
00:02:44: was neben was vielleicht allgemein bekannt ist
00:02:47: gucken.
00:02:48: wie kann ich damit umgehen?
00:02:51: Was mache ich damit?
00:02:52: finden dass irgendwie ein bisschen poppiger Jessica klingen soll.
00:02:56: genau
00:02:58: Zu euren einzelnen Studiengängen, Bachelorstudiengang und Masterstudiengangen wollen wir später im Podcast, im Gespräch kommen.
00:03:06: Ich würde jetzt ganz gern einsteigen ... Das habe ich in der Anmoderation schon gesagt, ein besonderes Jahr für die evangelische Kirchenmusikwuchsschule.
00:03:14: Einhundertster Geburtstag?
00:03:17: Wie fühlt man sich in so einer alt-erwürdigen Schule, wenn man da studieren kann?
00:03:23: oder vielleicht
00:03:24: fragen wir
00:03:24: mal Marie?
00:03:25: Also... Ich finde persönlich, dass man das gar nicht so doll im Studienalltag merkt.
00:03:32: Weil die Hochschule an sich ziemlich moderne ist.
00:03:35: Wir sind ja auch in einem modernen Gebäude.
00:03:37: Wir haben auch ... wir sind vom Inhalt her eine moderne Richtung.
00:03:43: Wir hatten einen großen Pop-Kirchenmusikmöglichkeit da.
00:03:47: Abteilung
00:03:47: oder was?
00:03:50: Genau, also so würde ich sagen, dass es im Studienalltag gar nicht unbedingt so doll merkt!
00:03:55: Was ja auch gut ist, weil es soll ja nicht verstaubt
00:03:57: sein.
00:03:58: Verstaubtestes auf jeden Fall nicht, würde ich dir sagen.
00:04:02: Wie siehst du das?
00:04:02: Wie ist dein Gefühl, Konrad?
00:04:04: Denkt man da, wenn man morgens hier reinkommt ...
00:04:06: Oh
00:04:06: wow!
00:04:06: Hundert Jahre alt und ganz schöne Traditionen.
00:04:09: Nee überhaupt nicht.
00:04:11: Ich hab den Wirtschaftsschuldigen angestudiert mit im Jahr two-tausend neunzehn angefangen.
00:04:15: Und da habe ich da überhaupt nichts.
00:04:18: über die Geschichte dieser Hochschule irgendwie nachgedacht.
00:04:20: Aber es ist schön, in diesem Jahr das so mitzubekommen, man isst ein Teil von etwas was es schon ziemlich lange gibt und sich vorzustellen wie viele Leute jetzt quasi durch diese Einrichtung schon gegangen sind auch wenn an anderen Orten usw.
00:04:36: Das ist ein schönes Gefühl, auch wenn's den Studienalltag wirklich nicht beeinflusst.
00:04:42: Einfluss eigentlich.
00:04:43: Gibt es da irgendwelche Promis, die durch die Ausbildung gehen?
00:04:46: So wisst ihr das oder...
00:04:47: Ach nee aber ich arbeite hier in Halle und meine Kollegen, die zum Teil dreißig Jahre älter sind oder zwanzig Jahre ärter sind haben ja auch schon Abschluss gemacht oder die erzählen dann von Leuten, die hier früher waren Aber ich selber weiß tatsächlich keine Leute über die Grenzen hinaus bekannt
00:05:05: sind.
00:05:09: Also es gibt ja Geburtstagsfeierlichkeiten, das ganze Jahr über.
00:05:12: Es gibt viele Konzerte, Veranstaltungen und Vorträge.
00:05:14: Seid ihr als Studierende damit eingebunden?
00:05:19: Zum Teil also.
00:05:19: da ist was im Planung im Herbst.
00:05:23: ich weiß nicht ob das miteinander zusammenhängt aber es gibt einen ZR Fernseher Gottesdienst in der Marktkirche wo die Hochschule beteiligt ist.
00:05:29: Ich glaube das ist auch in diesem Rahmen.
00:05:31: Und da hatten wir vorhin gerade auch noch eine Beschwindung eine Besprechung, wie die Pop-Abteilung da irgendwie in dem Gottesdienst gut und sinnvoll und schön mit auftauchen kann.
00:05:41: Und das soll auch von Studierenden gestaltet werden.
00:05:44: also da sind wir quasi aktiv am musizieren mittlerweile.
00:05:48: Ja und wir haben schon unser Festkonzert gehabt.
00:05:52: Das war jetzt vor ein paar
00:05:54: Wochen.
00:05:55: Da haben wir mit im Chor gesungen und wir werden noch einmal mit dem Konzertkreu der Hochschule in Aschersleben singen am alten Standort.
00:06:04: Und wir haben noch einen Auftritt in zwei Auftritte der Thomas-Kirche dieses Semester.
00:06:08: Das ist auch irgendwie alles wegen des Jubiläums.
00:06:11: nochmal ein bisschen mehr als sonst auf jeden
00:06:13: Fall.
00:06:13: In der Thomaskirche, in Leipzig oder?
00:06:15: Ja.
00:06:17: Okay.
00:06:18: Seid ihr beide denn aus der Region, seid ihr aus Halle oder aus der Nähe ... Ich
00:06:22: komme aus Magdeburg.
00:06:23: Mhm okay!
00:06:24: Ich komm aus
00:06:25: Braunschweig.
00:06:26: Okay, also ein bisschen jetzt nicht super weit weg aber ein bisschen weiter weg ist es schon.
00:06:31: Nicht aus dem selben Bundesland.
00:06:34: Marie fange ich mal mit dir
00:06:35: an
00:06:36: man muss sich ja logischerweise bewerben an dieser Musikhochschule mit verschiedenen Bewerbungsunterlagen.
00:06:42: Man hat dann auch einen Eignungstest.
00:06:45: Ich habe gelesen man braucht sogar ein phoniatrisches Gutachten durch den HNO-Arzt.
00:06:50: vielleicht fragen wir da mal was das ist dass man richtig hören
00:06:53: kann oder Da wird quasi auch überprüft, ob die Stimmlippen richtig funktionieren.
00:06:58: Also im Protobreis wurde das bei mir gemacht und genau ist es einfach wichtig dass das abgeklärt wird vor dem Studium, dass man bei Stimme und Gehör hat weil das sehr wichtig ist fürs Studium Dass das einmal frei ist und genau deswegen muss das einmal vorher abgecheckt werden beim Herrn Ohrst Okay, interessant.
00:07:18: Das ist
00:07:18: ja schon was Besonderes.
00:07:19: Braucht man jetzt an anderen Hochschulen nicht ... Ja?
00:07:21: Wenn man jetzt Jura studiert wird.
00:07:22: Stimmt!
00:07:23: Ich hab das auch gelesen.
00:07:24: Warum
00:07:24: macht man das
00:07:25: denn?
00:07:25: Aber
00:07:26: es gibt schon Sinten.
00:07:28: Na klar.
00:07:30: Ansonsten war das ein Schwieresaufnahmeverfahren, wenn du dich dahin zurückerkennst?
00:07:37: Ich fand's schon anspruchsvoll.
00:07:39: Es war auf jeden Fall sehr aufregend und ...
00:07:42: Aber es war aufregende?
00:07:44: Also... Man musste ja einen Programm vorbereiten, also ich musste was in Orgel vorspielen und dann auf ein Klavier etwas vorspilen.
00:07:51: Dann musste man was vorsägen und man hatte so einen kleinen Test zur Gehörbildung und Theorie... Ja es war für mich aufregend weil man in vier verschiedenen Räumen relativ nah hintereinander war bei verschiedenen Prüfungen und Leuten und man kannte eigentlich die Du ziehen denn die, da saßen noch nicht und natürlich hat man dann die Spannung von.
00:08:13: auch ich muss jetzt vorspielen.
00:08:14: Und das muss jetzt alles klappen weil sonst wird man vielleicht nicht aufgenommen.
00:08:18: und ja deswegen war es schon aufregend und man musste sich also ich musste mich auch sehr intensiv darauf vorbereiten.
00:08:25: Aber das heißt man muss schon einiges können bevor man hierher kommt.
00:08:30: Also du hast gesagt du musstest Orgel vor spielen, du musstes Xavier vorspilen.
00:08:34: Das ist ja schon was besonderes d.h.
00:08:36: man braucht einfach relativ viel Vorwissen spielerisches können, wenn man sich hier bewirbt?
00:08:44: Ja auf jeden Fall.
00:08:45: Ich glaube dass man schon ein gewisses Niveau braucht und dann auch das Studium studieren.
00:08:51: ja nur vier Jahre im Bachelorstudiengang also die Studienzeit
00:08:55: da
00:08:55: schafft man nicht in vier Jahren jetzt wenn man von null anfängt das alles hinzukriegen.
00:09:00: deswegen muss man schon
00:09:01: Einiges mitbringen.
00:09:03: Und Orgel, zu Hause hattest du schon in der dortigen Kirche auch in Eurer Kirchgemeinde gespielt?
00:09:11: Ja genau.
00:09:11: Ich habe jetzt noch nicht so früh angefangen, Orgel zu spielen – ich glaube mit fünfzehn habe ich angefangen und da hatte ich dann Orgelunterricht bei einem Kantor im Braunschweig.
00:09:23: Meine Eltern sind lehmbrufliche Kirchenmusiker, deswegen konnte ich da in der Kirche auch immer üben und hatte diese Verbindung zum Orgel spielen.
00:09:30: Sonst ist Orgel vielleicht gar nicht das Instrument, wo man draufkommt ... Ich will jetzt Orgel lernen!
00:09:36: Es ist bei mir durch die Aktivität, die ich sowieso schon in der kirchen Musik hatte gekommen, dass ich dachte, Orgel ist ein cooles Instrument.
00:09:43: Das will ich jetzt auch können.
00:09:47: Und du sagst, du warst aufgeregt.
00:09:48: Das war schon auch anspruchsvoll?
00:09:50: War dann die Aufnahme wie so ein Sexer im Lotto für dich?
00:09:53: Wolltest du unbedingt hier?
00:09:55: Ja
00:09:55: ich wollte unbedingt nach Halle und ich wollte auch unbedingt kirchenmusik studieren.
00:09:58: deswegen habe ich mich schon sehr dort gefreut.
00:10:01: das ist was schon sehr toll!
00:10:03: Und warum nach Hallen unbedingt?
00:10:05: Weil du kommst ja nicht von hier wenn Du sagst... Ich
00:10:07: hab hier das C-Semina gemacht Ausbildung zur nebenberuflichen Kirchenmusikerin und das C-Seminar hier in Halle ist für, macht man für ein Jahr.
00:10:20: Das ist noch nicht an der
00:10:22: Hochschule
00:10:22: aber man hat einige Veranstaltungen an der hochschule zum Beispiel die Liturgic Vorlesung hatten wir schon eine Hochschul Und deswegen kannte ich die Hochschule schon ein bisschen von innen und habe schon mitbekommen, dass die HochSchule eigentlich so ein sehr schönes Miteinander ist.
00:10:38: Wir haben auch schon den Körnern mitgesungen und
00:10:41: deswegen wollte
00:10:41: ich gerne in Halle bleiben weil ich jetzt auch schon einen Jahr mich hier eingelebt hatte und die Hoch schuhe mir eben sehr gut gefallen
00:10:47: hat.
00:10:49: Wie war es für dich Conor?
00:10:50: Bei dir ist das ja schon etwas länger her.
00:10:52: Du bist im Magister, wie weit bist du da im Semestermäßig?
00:10:58: In dem Popmaster, da bin ich im dritten Semester.
00:11:01: Das sind ja vier Semester-Studienzeit und dann bin ich jetzt quasi über der Hälfte.
00:11:07: Also bei dir ist der Start in die Hochschule hier mit den Bachelorstudiengang schon ein bisschen länger her?
00:11:12: Erinnerst du dich noch wie das für dich damals war es ähnlich wie Marie Du wolltest unbedingt Kirchenmusik und unbedingt hierher oder hattest du noch andere Optionen?
00:11:21: Ne also ich habe vorher hier nebenan an der Uni ganz lange Lehramt studiert der Musik und habe mich dann irgendwann nochmal umorientiert, tatsächlich.
00:11:30: Und da war ich dann ganz froh dass es die Möglichkeit hier gibt und weil ich dann schon hier verwurzelt war mit Familie und so war das auch die erste Option.
00:11:42: wie das gewesen wäre wenn jetzt die Hochschule nicht gegeben hätte ob ich mich denn überhaupt dafür entschieden hätte für den Beruf oder für den Studiengang Das weiß ich nicht.
00:11:51: aber an die Aufregung kann ich mich auch schon ziemlich gut erinnern.
00:11:58: Du hast jetzt eben gesagt, deine Eltern waren Kirchenmusiker.
00:12:00: Das heißt war dir das so ein bisschen in die Wiege gelegt?
00:12:03: Ich mache das auch.
00:12:04: Warum Kirchen Musik?
00:12:05: Man kann ja auch eine andere musikalische Richtung
00:12:09: einschlagen.
00:12:10: Ja, das stimmt!
00:12:11: Also meine Eltern machen das nur nebenberuflich quasi als Hobby und haben eigentlich andere Berufe.
00:12:19: Deswegen ist es gar nicht so hundert Prozent von meinen Eltern aus.
00:12:24: Es war klar deswegen Gottesdienst gehen und dass wir da irgendwie auch manchmal Musik machen.
00:12:31: Und ich glaube, ich habe mich nicht wegen meiner Eltern dafür entschieden sondern eigentlich weil ich sehr gerne Musik studieren wollte und ich dann so überlegt habe okay welcher Musikstudiengang kommt da jetzt in Frage?
00:12:50: Ich finde am Kirchenmusikstudiengang sehr toll das es sehr vielfältig ist.
00:12:55: man hat einfach viele verschiedene Instrumente und man lernt sehr viele verschiedene Sachen.
00:13:01: Und ich finde es auch sehr schön, dass wir diesen Glaubensaspekt dabei haben, dass man eben am Schluss Musik- und Glaube verbinden kann.
00:13:11: Das find' ich sehr, sehr schön!
00:13:13: Wie war das bei dir?
00:13:15: Ich bin außerhalb von Kirche aufgewachsen, also komplett artästisch geprägt...
00:13:22: Spannend!
00:13:22: ...und bin da erst als Erwachsener, bevor ich Kirchmusik studiert hab habe ich mich taufen lassen und hatte aber irgendwann eine ziemliche Sinnkrise mit dem Lehramtstudium.
00:13:32: Und irgendwie ist das dann an mein Horizont gekommen, dass sich das quasi machen kann.
00:13:40: Hätte ich mir zehn Jahre vorher überhaupt nicht träumen können... Das ist so gewachsen!
00:13:46: Dann bin ich hier gelandet.
00:13:48: Das heißt aber, ihr habt jetzt beide den Glauben schon angesprochen.
00:13:52: Ich wollte eigentlich erst später drauf
00:13:53: kommen, aber das können wir
00:13:54: auch vorziehen sozusagen.
00:13:56: Das heißt wenn man hier Musik, Kirchenmusik studiert sollte man muss man in Anfangszeichen gläubig sein?
00:14:05: Also für den Beruf ist es eine Einstellungsvoraussetzung, dass man einen Taufwirkund hat, wenn das nicht getauft ist und an sich ist das Arbeitsfeld eigentlich gar nicht denkbar ohne sich auch inhaltlich auskennt, was sagen will.
00:14:23: Was meinen möchte mit der Musik?
00:14:26: Ansonsten ist man nur ein Zirkusartist, der viel Kunststücke auf Instrumenten kann und da kommt dann aber, finde ich meistens nicht das rüber worauf es bei der Arbeit ankommt nämlich Menschen mitnehmen, Menschen begleiten berühren mit dem was halt wenn Musik nicht dabei ist vielleicht zu kurz
00:14:46: kommt.
00:14:47: Das heißt, man kann sagen diese Musik ist weit mehr als einfach nur in Anfangsender sitzt einer an der Orgel und spielt ein bisschen was.
00:14:55: Sondern das ist vielleicht auch musikalisch ein Gebet als Musik, ein Segen als Musik?
00:15:01: Im besten Fall!
00:15:02: Also sicherlich gibt es Phasen wo man auch einfach nur ... oder Momente wo man nur Musik abliefert weil's gerade notwendig ist oder weil er Stress dass nicht anders zugelassen hat.
00:15:11: aber im besten fall ist man nicht nur mit dem Finger an der Beine Oder mit Füßen.
00:15:18: Sondern auch mit dem Herzen
00:15:19: und dem Kopf, was so intern ist
00:15:22: genau.
00:15:24: Siehst du genauso?
00:15:26: Ich würde es auch so sehen.
00:15:28: also für mich wäre das Studium nicht denkbar wenn ich nicht glauben würde und
00:15:33: ich
00:15:34: glaube dass sich jetzt wo ich im Studium bin auch sage dass es nicht unbedingt möglich ist das Studiums zu machen ohne dass man glaubt weil es doch einfach ein sehr großer Aspekt dabei ist.
00:15:45: Wir haben natürlich auch so ein bisschen diese theologischen Fächer, also Bibelkunde oder irgendwie sowas.
00:15:53: Das nimmt zwar nur einen kleinen Teil an aber das hat man auch gerade.
00:15:56: am Anfang ist es viel und man macht einfach ganz viel christliche Musik mit Texten die um Glauben begeht und da ist es für mich nicht wegzudenken dass ich selber an Gott glaube.
00:16:12: Ich denke, man ist ja dann Verkündigungsmitarbeiter.
00:16:18: Man kann ja nichts verkündigen oder kundtun von sich oder von Dingen wo man nicht auch dahinter steht.
00:16:24: sicherlich gibt gehören Zweifel und Kritik und alle möglichen Dinge auf dazu aber ohne geht es nicht.
00:16:33: Es wäre ein bisschen so, wie wenn ein Bäcker Brot backt und Brötchen nicht mag.
00:16:37: Und davon eigentlich auch keine Ahnung hat außer von den reinen technischen Vorgängen.
00:16:40: So ungefähr
00:16:41: genau ja!
00:16:41: Also es ist ein bisschen komischer Vergleich aber das kam mir nur gerade.
00:16:44: also man muss wirklich dahinter stehen und das auch leben wollen.
00:16:47: du sagst es Ja richtig es ist einen Verkündigungsberuf Wenn man dann wirklich als Kirchenmusiker arbeitet Das meinte ich auch vorhin mit einem gesungenes Gebet Ein gesungener Segen dass es alles Verkünstigung letztendlich.
00:17:01: Aber es ist interessant, bei der Vorbereitung hatte ich das auch gelesen.
00:17:04: Das hier eben auch so Fächer haben wie Bibelkunde, wie Liturgie, glaube ich.
00:17:08: Auch könnt ihr das nochmal kurz erzählen?
00:17:11: Was sind das für Fäche die jetzt nicht rein mit der Musik etwas zu tun
00:17:15: haben?
00:17:16: Also wir haben zwei Bibel-Kunde-Fächer also Neustastament und Altestastament.
00:17:21: Dann haben wir noch Liturgik und Hypnologie Und wir haben Kirchengeschichte und Dogmatik Evangelische Dogmatika genau.
00:17:31: Also es geht da bei Weitem nicht in die Tiefe, so wie das ein Theologiestudent im Studium hat.
00:17:36: Gerade als Bibelkunder ist glaube ich... Es geht um Überblickwissen, dass man sich auskennt, wenn man vom Gemeindekor steht und man singt einen Choral oder singt den Chor.
00:17:47: Und dann kommt eine inhaltliche Frage, zumindest weiß wo es steht damit man's einordnen kann?
00:17:53: Oder wie ist das eigentlich ungefähr gemeint mit Glaube, Liebe Hoffnung
00:17:58: usw.?
00:18:00: Und Hypnologie und Liturgik sind dann schon auch an der Praxis orientierte Fächer.
00:18:06: Also liturgische Singen haben wir noch, genau.
00:18:09: Aber das ist so ein Mix also theoretische Sachen über den Gottesdienst in die Praxis übertragen.
00:18:14: Wie ist der Gottesdienste aufgebaut?
00:18:15: Woher kommt das kirchengeschichtlich?
00:18:18: einfach oben kompetent zu sein und dann vielleicht auch davon abweichen zu können oder was Neues auszuprobieren?
00:18:24: Wie kann man sich das denn vorstellen wie Sie zu einem
00:18:26: normaler
00:18:27: Uni-Tag oder Hochschultag aus.
00:18:31: Das ist wahrscheinlich unterschiedlich.
00:18:33: im Bachelorstudiengang und im Masterstudiengang sitzt du da mehrere Stunden an der Orgel, am Klavier oder mit irgendeinem anderen Instrument?
00:18:40: Also man hat meistens instrumentale Unterricht am Tag.
00:18:43: also wir sagen jetzt einfach mal ich habe Klavierunterricht und dann hab' ich noch vielleicht eine Vorlesung irgendwie so was wie altes Testament Und dann vielleicht noch den zweiten Instrumentalunterricht, die Gesangsunterricht.
00:19:01: Am Schluss haben wir meistens ... Wir haben Donnerstag und Dienstag immer noch Chorprobe und Mittwochs habe ich auch Chor-Probe.
00:19:07: Deswegen würde ich das jetzt zu einem normalen Studientag zählen, dass wir da noch eine Chor Probe haben.
00:19:13: Zwischendurch hat man mal Zeit zum Üben.
00:19:16: Das heißt aber, die Orgel als Instrument ist ein zentrales?
00:19:22: Ja, wir haben zwei verschiedene Orgelunterrichte.
00:19:24: Der togische Orgel und künstlerisch Orgel.
00:19:27: Und das nimmt aber schon sehr viel Zeit in Anspruch.
00:19:30: dann einfach weil das auch Hauptfächer sind und dass schon im Zentrum von kirchenmusikalischer Ausbildung steht glaube
00:19:38: ich.
00:19:38: Was auch klar ist ja.
00:19:39: Genau.
00:19:41: Und hat man da noch die Wahl... Du hast Klavier noch genannt.
00:19:46: Muss man wahlobligatorisch noch mehr Instrumente?
00:19:50: haben oder reicht dann noch das Singen, die Chormusik?
00:19:55: Nee wir haben noch.
00:19:56: jetzt im ersten Semester hat man Einführung in die Posaunchorleitung.
00:19:59: Da muss man ein Blechblassinstrument lernen wie zum Beispiel Trompete oder Posaune.
00:20:03: also ich lern jetzt gerade Trompette.
00:20:06: Das lernst du jetzt hier!
00:20:07: Also das konntest du vorher
00:20:08: noch nicht.
00:20:08: Das kann ich vorher noch nie.
00:20:12: Dann haben die Möglichkeit zwischen verschiedenen Modulen zu wählen, in welcher Studiengang.
00:20:18: Das ist dann ab Semester drei und da kann man zum Beispiel in Richtung alter Musik gehen wo ich dann nochmal Blockflöte oder Gimbalo zum Beispiel lernen kann.
00:20:28: Oder man kann auch in die Pop-Richtung da schon gehen und da können
00:20:32: wir dann
00:20:32: zum Beispiel Jazz or Rockpop Piano wählen oder sagen oder ich glaube man kann noch Gitarre machen.
00:20:40: Und in den Kören müsst ihr aber
00:20:42: alle.
00:20:43: Also ich hatte irgendwie, es gibt einen Absolventenchor.
00:20:46: Da müssen alle mitmachen?
00:20:48: Genau!
00:20:49: Es gibt einen absolventen Chor oder ein Konzertchor und die sind beide verpflichtend.
00:20:54: Der Absolventenkor ist für die Leute, die im Bachelor- oder Masterstudiengang sind und ihr Abschlusschorprojekt machen.
00:21:03: Da haben wir dann immer noch ein paar Proben und am Schluss noch ein Konzert was sie dann eben dirigieren und darauf werden... die Studierenden benotet, die das dirigieren.
00:21:12: Und der Konzertkorb wird von unserem Direktor Herr Kopp geleitet und da machen wir einfach andere musikalische Projekte wie jetzt zum Beispiel das mit den Händelfest.
00:21:22: spielen üben wir im Konzernkorb
00:21:25: für.
00:21:25: Wo er dann auch mit auftretet?
00:21:26: Genau!
00:21:28: Hast du einen Lieblingsfach unter all diesen vielen Instrumenten?
00:21:33: Kann ich mich nicht wirklich entscheiden was mein Lieblungsfach ist... Alle Fächern sind sehr schön, es macht alles sehr viel Spaß.
00:21:41: Ich habe immer Zeiten wo ich lieber Klavier über als Orient oder lieber Core-Leitung über als das andere
00:21:49: einfach
00:21:50: weil das auch Phasen abhängig ist, wo man gerade welche Stücke macht.
00:21:55: wie auch immer, aber im Gesamten finde ich eigentlich alles ziemlich gleich schön.
00:22:00: Und es gibt auch genug Instrumente hier vor Ort zu üben?
00:22:03: Weil eine Orgel hat jetzt noch wirklich ja eigentlich niemand zu Hause und Klavier vielleicht schon die Posaune dann vielleicht auch.
00:22:10: Aber viel Übungszeit ist wahrscheinlich hier nicht mal in
00:22:13: der Schule.
00:22:15: Also ich übe eigentlich nur hier in der Hochschule und wir haben viele Überräume acht Orgeln oder so, wo wir dann üben können.
00:22:23: Acht?
00:22:23: Okay.
00:22:23: Vielleicht auch nur sieben.
00:22:25: Aber eigentlich relativ ausreichend auf jeden Fall damit man auch immer irgendwie einen Instrument hat, wo man gerade üben
00:22:30: kann.
00:22:32: Kommen wir noch mal zu dir Konrad du bist ja jetzt wie gesagt im Masterstudiengang Popular Musik.
00:22:39: Warum hast Du dich dafür entschieden?
00:22:41: hattest du genug von den alten Liedern Chorellen?
00:22:46: das ist ja schon ein spezieller
00:22:48: Ja
00:22:49: eine spezielle Musik Richtung, eine moderne Ausrichtung innerhalb der Kirchenmusik?
00:22:54: Genug hatte ich jetzt nicht.
00:22:55: Dafür bin ich auch zu spät hier zur Kirche gekommen tatsächlich.
00:23:01: Dazu ist vielleicht zu sagen dass das kein reiner berufskalifizierender Studiengang ist sondern ein berufsbegleitender Studiengang.
00:23:07: also kann den nur studieren diesen Popmaster wenn man als Kirchen Musiker schon arbeitet.
00:23:12: Also es ist quasi zur Weiterbildung
00:23:14: und du arbeitest noch ganz kurz wo?
00:23:16: Ich arbeite in Halle da habe ich eine halbe Stelle und deswegen auch noch gut Platz.
00:23:21: Dadurch, dass ich vorher schon lange Lehramt studiert hab und mit der klassischen Kirchenmusik einfach den Großteil meines Lebens erst mal keine Berührungspunkte habe, habe ich einfach selber für mich so ne Affinität.
00:23:31: dazu glaube ich.
00:23:32: Und unabhängig davon ist es für die Zukunft von Kirche glaube ich essentiell das es Menschen gibt, die auch dieses Feld bedienen können.
00:23:44: Gottesdienst oder Kirche ist nicht nur Rogel, oder ist auch das was wir Eingangs
00:23:53: gehört haben.
00:23:56: Das ist ja schon ein altes Lied.
00:23:59: Aber einfach unterschiedliche Arten von Kirchenmusik gut bedienen zu können.
00:24:03: und der Studiengang richtet sich auch explizit nicht nur an Leute die die das schon irgendwie gut können, sondern halt Leute in einem Feld arbeiten und sagen hier möchte ich kompetent sein oder kompetenter werden.
00:24:17: Oder irgendwie dass in meinen Arbeitsalltag einbauen können und Ahnung davon haben.
00:24:22: Und so ging es mir, dass sich das schon ein bisschen konnte und aber ein bisschen gelenktere, kompetentre Bahn.
00:24:31: bringen wollte und da war ich sehr froh
00:24:32: darüber, dass das hier geht.
00:24:33: Und wie kann man sich das vorstellen so im Unterrichtsalltag?
00:24:37: Was sind das für Stücke außer Amazing Race?
00:24:40: Sind es teilweise Sachen die wirklich von in diesem Jahr komponiert wurden also ganz moderne zeitgenössische
00:24:48: Stücke?
00:24:50: Ganz unterschiedlich!
00:24:51: Also der Studiengang ist... was ich draus mache.
00:24:54: Also, ich kann viel aus meinem Arbeitsalltag damit reinbringen, reinnehmen und sagen okay in zwei Wochen als der Untergottesdienst, ich habe hier dieses Lied wie kann ich das gut begleiten oder so?
00:25:03: Oder ich würde gerne dieses Liet singen aber es ist für die Gemeinde jetzt so.
00:25:08: wie's ist nicht ganz tauglich.
00:25:09: Wie kann ich es bearbeiten dass die Gemeinden gut mit singen können?
00:25:12: oder wie kann Ich vielleicht ein einfaches Aber trotzdem wirkungsvolle Skor-Arschung schreiben?
00:25:18: Wie kann Ich das in meinen vier jugendlichen Bandmitgliedern irgendwie Arrangieren, dass die das innerhalb von drei Proben wieder hinkriegen und dann im Goalistins spielen können.
00:25:27: Da kann man sich Sachen suchen, die es schon gibt.
00:25:29: Man kann selber komponieren und sehr vielfältig.
00:25:34: Also wenn ich so die Verstehe sehr praxisorientiert oder sehr operativ eigentlich orientiert schon an der konkreten Arbeit?
00:25:41: So kann man zumindest gestalten!
00:25:42: Man kann auch sagen okay ich mache meine Arbeit gucke, welche Impulse ich hier bekomme und beschäftige mich dann neben meiner Arbeit damit.
00:25:50: Und gucke was ich daraus wieder dort reinbringe.
00:25:53: Das Handhaben glaube ich die Studierenden alle ganz unterschiedlich.
00:25:57: Aber das heißt es gibt aber schon ausreichend Dozenten für dieses Fach?
00:26:01: Ja
00:26:01: genau also da kommen dann der Beauftragter zum Teil auch aus Leipzig her oder wo auch immer sie wohnen.
00:26:08: Also mein Studientag sieht immer gleich aus im Vergleich zu einem klassischen Studium weil an einem Tag statt, damit es quasi für Kirchenmusiker irgendwie her einzubauen ist in ihrem Berufsal-Tag.
00:26:20: Und ich bin jetzt von unterm Tag früh, neununddreißig bis heute Abend.
00:26:26: Und hast dann sozusagen wieder Stücke dabei und bespricht das dann mit dem jeweiligen Dozenten?
00:26:30: Was kann ich da mitmachen?
00:26:31: Genau.
00:26:31: Chor, Gesang, Lieder, Klavierstücker...
00:26:34: Ja.
00:26:35: Das trifft also auch unterschiedliche Instrumente
00:26:37: und Chor.
00:26:41: Du hast es gerade schon angesprochen ohne dass Kirche auch in dieser Richtung guckt, in die moderner Musik geht es nicht.
00:26:49: Warum glaubst du das verlieren wir sonst?
00:26:52: Noch mehr Leute vielleicht?
00:26:54: Das ist ja auch immer Thema ... Welche Lieder werden im Gottesdienst gespielt?
00:26:59: Wer kann, wer will da überhaupt noch mitsingen?
00:27:01: Wer kennt die junge Menschen und sagen vielleicht, oh Gott, Paul Gerhardt vielen Dank auch.
00:27:06: Obwohl er tolle Lieder geschrieben
00:27:09: hat.
00:27:10: aber
00:27:10: warum ist das wichtig aus deiner Sicht für die Zukunft der Kirche?
00:27:14: vielleicht
00:27:14: sogar?
00:27:15: Na, ich glaube, weil Kirche ja schon immer so war.
00:27:18: Also es ist ja das besondere evangelischen Kirche, dass immer geguckt wurde.
00:27:22: okay was können wir auch neu machen.
00:27:27: Was müssen wir machen um die Leute zu erreichen?
00:27:30: und da gibt's die verschiedensten Sachen also außerhalb von Kirchenmusik und... Ich glaub jetzt nicht, dass Pop-Musik die Kirche rettet oder irgendwie so oder dass damit die ganzen Mitgliederschwünde umgekehrt werden können.
00:27:42: Aber trotzdem Leute, die sich berühren lassen wollen dazu behalten ist erhöht auf jeden Fall die Chancen und beziehungsweise wenn Leute oder neu dazukommen.
00:27:51: ich habe leider auch Gottesdienst erlebt wo ich dann gedacht hab zum glück war ich schon öfter im Gottesdienste und weiß auch dass es anders geht weil wenn heute jemand zum allerersten mal über diese kirchentür gegangen wäre ich weiß nicht ob er wiederbekommen wäre mit dem was da lief nicht das das total schlecht war aber Ich glaube, es braucht einen gewissen neuen Anstrich.
00:28:10: Ja und trotzdem auch das alte.
00:28:14: Und da kann Musik sehr viel zu beitragen?
00:28:17: Genau!
00:28:17: Du bist ja Kantor hast du im gesagt mit einer halben Stelle.
00:28:20: wenn du dann so neue Sachen machst und ausprobierst kriegst du manchmal Reaktionen von der Gemeinde die sagt was waren das jetzt heute?
00:28:29: oder das war ja toll endlich mal etwas Neues
00:28:33: auf jeden Fall.
00:28:33: also dass ist auch tatsächlich das was mir bei der Arbeit irgendwie am meisten Freude macht zu merken, dass die Leute, die kommen auch wegen der Predigt aber wenn sie dann kommen und sagen ich fand es total schön heute oder das war so leicht mit dir dieses moderne Lied zu singen.
00:28:50: Wenn ich merke, ich berühre die irgendwie und da passiert was, was sonst nicht passiert wäre.
00:28:55: Das klingt jetzt ein bisschen komisch.
00:28:59: Aber tatsächlich ... Klavier auch mehr als Orgel.
00:29:05: Und zu merken, das was ich da mache hat einen Effekt.
00:29:10: Das bleibt bei den Leuten
00:29:11: hängen.
00:29:11: Das heißt aber die Reaktionen sind eher positiv?
00:29:14: Wenn du diese moderneren Dinge spielst oder merkst du manchmal auch den Spagat weil wenn jetzt ältere Menschen in der Kirche sind kann er auch sagen dass sie sagen ob das von moderner Kram war.
00:29:24: Das kommt auch vor wobei es gar nicht so... Grundsätzlicher Ablehnung ist, sondern oft mehr so eine gewisse Überforderung.
00:29:33: Ich konnte da nicht so gut mitsingen.
00:29:35: oder wäre schön wenn wir in den Dietblatt gehabt hätten und das jetzt nicht nur über den Wima gelaufen wäre oder so.
00:29:41: aber grundsätzlich habe ich das Gefühl dass sich alle Menschen davon berühren lassen.
00:29:45: sicherlich haben die ihre Präferenzen und würden auch nicht nur noch solche Goldesdienste haben wollen und ich spiele auch gerne Paul Gerhard auf der Orgel
00:29:54: also die Mischung macht es vielleicht
00:29:56: auch.
00:29:57: Aber ein Gottesdienst ohne Musik ist unvorstellbar, oder?
00:30:00: Für so einen Kirchenmusiker.
00:30:01: Auf jeden Fall
00:30:02: ja!
00:30:03: Das für den Pfarrer auch... Also wenn man sich anschaut wie viel Anteil wir an Gottesdienste haben und schmeißen wir über die Hälfte der Gottesdienszeit auf jeden Fall
00:30:11: Die Hochschule ist nicht nur Ausbildungsstätte sondern wirkt auch in die Stadt hinein durch Konzerte mit den Köhren, durch Instrumentalkonzerte.
00:30:21: Was glaubt ihr, wie wichtig ist das für die Stadthalle
00:30:24: Marie vielleicht?
00:30:25: Also ich glaube, dass es eine große Bereicherung ist.
00:30:28: Einfach weil die musikalische Vielfalt steigt dadurch an Konzerten, die wir geben und auch größere Werke aufgeführt werden und halt auch auf einem hohen Niveau.
00:30:41: Ich glaube das ist schon sehr schön für die Stadt!
00:30:43: Und für die Hochschule ist natürlich eigentlich auch nur super Außenwirkungen wenn die Konzerte gut sind dann haben wir mehr Präsenz in... der Stadt.
00:30:51: und alle wissen, es gibt die Hochschule.
00:30:54: Ich meine, sonst ist sie vielleicht so ein bisschen unscheinbar auch vom Gebäude her.
00:30:58: Und wenn ich erzähle ja, ich studiere Kirchenmusik in Halle dann sind auch manchmal so, ah das gibts hier!
00:31:04: Ich glaube deswegen ist es auch für die HochSchule gut dass wir die Konzerte haben weil wir dadurch mehr Sichtbarkeit
00:31:10: bekommen.
00:31:11: Also auch als Werbung ein bisschen für die für die hochschule?
00:31:14: Dann würde ich so zustimmen.
00:31:15: gleichzeitig ist es ganz schön schwer in Hallen aufzufallen.
00:31:20: also Es gibt einfach richtig viel und da hat man schon zu tun auch Konzerte zu füllen, aber ich glaube die Hochschule leitung macht dann einen guten Job.
00:31:31: Einfach mit der Auswahl der Stücke, die da passiert, dann mit Orgelkonzert rein.
00:31:37: Ich finde auch dass selbst die Konzerte der Absolventenkörer wo ja Studierende dann dirigieren das ist Highlights sind, die es sonst in der Stadt nicht gibt.
00:31:47: Also weil da auch Werke rausgesucht werden, die jetzt nicht auf dem Spielplan der Staatskapelle
00:31:51: stehen.
00:31:52: Aber das ist ja interessant!
00:31:53: Das heißt ihr sinkt nicht nur im Chor sondern es gibt auch immer welche Studierende, die die Chorleitung in diesem Fall dann übernehmen?
00:32:01: Also das ist nicht ein Dozent von der Schule oder so... Genau
00:32:04: diese absoluten Konzerte sind dann die Leute, die in dem Fach dirigieren, einen Abschluss machen müssen und dass ein Prüfungsteil ein öffentliches Konzert Und dafür gibt es diesen Absolventenchor, wo dann mit Musikern von der Staatskapelle ein gemeinsames Konzert gemacht wird.
00:32:19: Drei Studierende, drei verschiedene Werke oder so im Durchschnitt und das hat auch eine hohe Qualität.
00:32:24: Das sind dann öffentliche Konzerte und es sitzen aber eben auch Prüfer mit drin die gucken macht er das mit dem Regieren und machen sie das mit den Singen richtig?
00:32:32: Genau!
00:32:35: Wenn ihr jetzt sozusagen einen Werbeblock machen müsstet für die Hochschule gekommen, so langsam Richtung Schluss.
00:32:40: Marie, fangen wir mit dir an!
00:32:42: Was würdest du sagen?
00:32:43: Warum sollte man sich hier bewerben?
00:32:47: Wir wollen ja sozusagen dem der Hochschul jetzt ein Geburtstagsgeschenk machen und machen jetzt den Werbeblog.
00:32:53: Ich finde dass die HochSchule sehr schönes miteinander hat Einfach ein sehr persönliches auf Augenhöhe Studienleben haben.
00:33:06: Auch mit den Duzierenden hat man eine sehr nette und persönliche Ebene, wodurch einfach der Studienalltag viel schöner wird... ...und der Leistungsdruck auch nicht so hoch ist.
00:33:17: Also man hat natürlich Leistungstruck aber nicht so einen extremen, weil es einfach ein sehr nettes Miteinander ist.
00:33:24: Und man sich auch einfach gesehen fühlt von den Dozenten und die einen auch wahrnehmen.
00:33:29: Und für sich ist das Studium halt super toll, weil es so vielfältig ist.
00:33:33: Weil man super viele verschiedene Sachen lernt und sich aber auch selber den Raum nehmen kann und gucken kann.
00:33:41: Das möchte ich jetzt noch ein bisschen mehr machen.
00:33:44: oder wenn man einen Lieblingsfach hat ja da investiere ich jetzt mehr Zeit rein, weil mir das persönlich einfach wichtiger ist.
00:33:50: Das kann man auch machen also... Kommt grad,
00:33:53: dein derbe Block.
00:33:56: Ja es ist einfach... Also Halle ist einfach eine schöne Stadt zum Studieren.
00:33:58: erstmal grundsätzlich und dann habe ich das auch so erlebt jetzt ist ein bisschen anders beim Weltleitig-Eintag nur kommen und dann wieder gehen.
00:34:06: aber es ist eigentlich ne familiäre Atmosphäre ja sehr studierend orientiert miteinander respektvoller Umgang.
00:34:13: also insgesamt ist es ein schönes Miteinander wie Marie das gesagt hat Auch durch die Chöre dass man so viel Zeit miteinander verbringt.
00:34:21: Ich würde's nochmal machen Ja?
00:34:23: Ich glaube, das ist ...
00:34:25: Auf jeden Fall.
00:34:26: Der Sechser im
00:34:27: Worteur.
00:34:29: Jetzt habt ihr gehört wie unser Podcast heißt, gerührt und geschüttelt Und wir haben so die Traditiones bei am Schluss des Podcasts immer fragen was hat dich in der vergangenen Zeit Gerührt und was hat Dich geschüddelt?
00:34:44: Das Geschüttel ist eher so oft eher so dass vielleicht angespannte nicht so positive
00:34:50: das gerührt es eher
00:34:52: Das Positive.
00:34:53: von daher finde ich es mal ganz schön, wenn wir mit dem geschüttelt anfangen um etwas Schönem aufhören zu können.
00:34:59: Wer möchte beginnen?
00:35:02: Also ich glaube schütteln tut mich immer wieder der steigende Recht zurück in unserer Gesellschaft und ich glaube dass das auch schon problematisch für Kirche in Zukunft sein wird.
00:35:14: Und ich persönlich finde es einfach immer wieder schockierend wie großen Zuspruch rechtsradikale Sachen bekommen.
00:35:21: Und das finde ich immer wieder sehr schockierend,
00:35:24: ja.
00:35:26: Gerade jetzt auch mit Blick vielleicht auf die Landtagswahl hier in Sachsen-Anhalt.
00:35:31: und gerührt?
00:35:32: Vielleicht einfach einen Moment der für mich schön war.
00:35:36: Ich hatte am Wochenende ... großes Event mit ganz vielen Kindern, die zusammen gesungen haben.
00:35:43: Es waren so fünfhundert Kinder und die Eltern haben zugehört und das war sehr schön!
00:35:48: Und ich hab da eigentlich gar nicht als Leitung eingeplant und dann habe ich aber ein spontanes Einsingen mit dem Kinderchor gemacht.
00:35:54: Das war sehr aufregend für mich weil da einfach super viele Menschen waren und ich ja jetzt auch erst am Anfang vom Studium bin
00:36:04: Aber gemacht
00:36:05: und das war eine sehr große Überwindung.
00:36:07: Und am Schluss hat es aber sehr viel Spaß gemacht, und es war auf jeden Fall sehr schön dass ich das machen durfte.
00:36:12: und
00:36:13: ja... Und die Kinder haben offenbar mitgemacht?
00:36:15: Ja!
00:36:15: Die Kinder waren auch begeistert glaube
00:36:17: ich.
00:36:19: Sehr schön Konrad wie ist bei dir?
00:36:22: Geschüttelt hat mich neulich da habe ich den Präventionskurs gemacht im Rahmen einer beruflichen Weiterbildung zur Verhinderung von sexueller Gewalt.
00:36:33: Das war relativ intensiv an zwei Tagen und auch mit... Ja, da sind einige Dinge einfach, hat man Dinge erfahren die einen schon sehr schütteln.
00:36:44: Da bin ich aber froh dass es diese Kurse gibt und das das auch für Mitarbeiter verpflichtend ist und dass man nicht immer nur in seiner Musikblase hängt sondern auch guckt okay wir sind Teil von etwas was ganz viel Verantwortung hat und mit Menschen sorgsam umgehen muss.
00:36:59: und ja.
00:37:00: Und gerührt bin ich regelmäßig Weil ich vor zweieinhalb Jahren, als ich mit Arbeiten angefangen hab in einem Jungbläserkreis gegründet habe.
00:37:10: Also quasi ein Posaunkor für Kinder, wo die Kinder jede Woche kommen und am Anfang keine Ahnung von Tuten oder Blasen haben und dann irgendwann können sie es?
00:37:20: Die kommen seit zweieineinhalb Jahre jeden Mittwoch für eine Stunde wenn sie nicht krank sind.
00:37:25: Und obwohl Sie am Anfang gar nichts können, sind sie so motiviert... ...und wenn man jetzt vierstimmig Koral spielt, auf einem gewissen Level.
00:37:33: Das
00:37:34: berührt mich.
00:37:35: Da kriegt man Gänsehaut
00:37:36: jetzt auch
00:37:37: her und das in so kurzer Zeit.
00:37:39: aber auch toll dass man in so kürzer Zeit an der Hochschule ein ganz neues Instrument lernt und das dann auch so unterrichten kann, dass andere wiederum Spaß
00:37:47: bekommen.
00:37:48: Also ich bin bei Weitem kein Profiposamist, um das weiterzugeben mit Begeisterung
00:37:53: und
00:37:55: da bin ich froh, dass ich das erlebt habe an der
00:38:01: Einblicke zu bekommen in die Arbeit, das Studium an der Hochschule und was ihr gemacht habt
00:38:07: oder noch macht.
00:38:08: Und machen werdet in der Zukunft!
00:38:11: Vielen Dank Marie Werner und Konrad Liebscher, dass ihr da wart und euch Zeit genommen habt darüber ein bisschen zu erzählen zum hundertsten Geburtstag der evangelischen Hochschul für Kirchenmusik hier im Halle an der Saale.
00:38:23: Herzlichen Dank!
00:38:28: Gerührt und geschüttelt Ein Podcast der evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
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